Longevity & AgingUltrakompakter TIGRa-Genaktivator schaltet mehrere Gene mit einem einzigen AAV-Vektor an
Mehrere schützende Gene gleichzeitig einzuschalten, ist für Erkrankungen wie das Glaukom attraktiv. CRISPR-basierte Aktivatoren sind jedoch zu groß, um in einen einzelnen AAV-Vektor zu passen. Forschende haben miniaturisierte RNA-gesteuerte Proteine durchmustert und aus dem aus etwa 300 Aminosäuren bestehenden TasR-Protein, das sein eigenes kurzes Guide-Array selbst prozessiert, TIGRa entwickelt. In Zellkulturen erreichte TIGRa, fusioniert mit kompakten Aktivierungsdomänen, die Leistung von dSpCas9-Aktivatoren oder kam ihr nahe – und ist dabei deutlich kleiner. Die entwickelten Varianten (Mini, Pro, Ultra) tauschen Größe gegen Wirksamkeit. Laut Abstract aktivierte TIGRa von einem einzigen Konstrukt aus bis zu 12 Gene, half bei der Reprogrammierung menschlicher Fibroblasten zu iPSCs und aktivierte, über einen einzelnen AAV verabreicht, CaMKII, um retinale Ganglienzellen zu schützen und in einem Mausmodell für Verletzungen das Sehvermögen zu erhalten. Die Arbeit ist präklinisch, bietet aber eine kompakte, multiplexfähige Plattform für Therapien zur Genregulation.