Longevity & AgingKurzfristige Einnahme von Antipsychotika erhöht Diabetesrisiko bei Jugendlichen
Eine große niederländische Kohortenstudie hat ergeben, dass Antipsychotika bei Jugendlichen das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen – bereits nach nur einem Jahr der Einnahme. Bei knapp 90.000 Jugendlichen stieg das relative Risiko, einen pharmakologisch behandelten Typ-2-Diabetes zu entwickeln, von nahezu dem Ausgangswert zu Beginn auf mehr als das Dreifache nach fünf Jahren. Entscheidend ist, dass selbst jene, die Antipsychotika nur im ersten Jahr einnahmen, danach noch ein erhöhtes Diabetesrisiko aufwiesen – was darauf hindeutet, dass die Medikamente dauerhafte Stoffwechselveränderungen auslösen. Antipsychotika werden Jugendlichen häufig off-label bei Erkrankungen wie ADHS, Angststörungen und Schlafstörungen verschrieben – Anwendungen, die laut Experten angesichts dieser Erkenntnisse einer wesentlich stärkeren kritischen Überprüfung bedürfen.