Cancer ResearchKurze Immuntherapie vor der Operation hält Darmkrebspatienten fast drei Jahre lang rezidivfrei
Eine kleine klinische Studie legt nahe, dass eine kurze Immuntherapie vor der Operation möglicherweise einen dauerhaften Schutz vor einer genetisch bedingten Form von Darmkrebs bieten kann. In der NEOPRISM-CRC-Studie erhielten 32 Patienten mit Erkrankung im Stadium zwei oder drei bis zu neun Wochen lang vor der Operation das Medikament Pembrolizumab – anstelle der üblichen anschließenden Chemotherapie. Nach 33 Monaten Nachbeobachtung hatte kein Patient ein Rezidiv erlitten. Dazu zählten auch Patienten, bei denen nach der Behandlung noch kleine Krankheitsreste nachweisbar waren; diese Reste wuchsen nicht und streuten nicht. Frühere Ergebnisse hatten gezeigt, dass bei 59 % nach Behandlung und Operation keine Erkrankung mehr nachweisbar war. Zum Vergleich: Bei etwa 25 % der Patienten, die den Standardweg aus Operation und Chemotherapie durchlaufen, wird innerhalb von drei Jahren ein Rückfall erwartet. Die Forschenden entwickelten außerdem personalisierte Bluttests, die frühzeitig anzeigen sollen, ob die Behandlung gewirkt hat. Dadurch könnten Ärzte einigen Patienten weniger und anderen mehr Therapie geben. Die Studie ist klein und hat keine Kontrollgruppe, daher sind größere Studien nötig. Dennoch deuten die Ergebnisse auf eine präzisere und weniger belastende Krebsbehandlung hin.