Metabolic HealthSGLT2-Hemmer erhöhen die Rate von Hefepilzen im Urin, ohne die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Harnwegsinfektionen zu steigern
SGLT2-Hemmer helfen bei der Behandlung von Diabetes, Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen, ihre Auswirkungen auf Harnwegsinfektionen geben jedoch weiterhin Anlass zur Sorge. Forschende verglichen israelische Erwachsene, die mit diesen Medikamenten begannen, mit Erwachsenen, die mit GLP-1-Rezeptoragonisten begannen. Hefepositive Urinkulturen traten unter SGLT2-Hemmern häufiger auf: etwa dreimal so häufig bei Erwachsenen mit Diabetes und fast achtmal so häufig bei Erwachsenen ohne Diabetes, wobei die letztgenannte Schätzung ungenau war. Auch einige Bakterien wurden häufiger nachgewiesen, doch die wichtigste Bakteriengruppe, die für Harnwegsinfektionen verantwortlich ist, zeigte keine erhöhte Rate. Krankenhauseinweisungen wegen Harnwegsinfektionen blieben selten und nahmen nicht zu. Diese Ergebnisse sprechen dafür, die Behandlung bei entsprechender Indikation fortzusetzen, und weisen zugleich auf Hefen im Urin als Sicherheitsproblem hin, das weiterer Untersuchung bedarf. Positive Kulturen weisen nicht zwangsläufig auf eine symptomatische Infektion hin. Diese Beobachtungsstudie kann keine Kausalität belegen, und diese Zusammenfassung stützt sich ausschließlich auf das Abstract.