Longevity & AgingDer Verlust von Lamin A/C bremst den Fettstoffwechsel und treibt Entzündungen bei seltener Lipodystrophie an
Die familiäre partielle Lipodystrophie Typ 2 (FPLD2) ist eine seltene Erkrankung, die durch Varianten im Gen *LMNA* verursacht wird. Betroffene verlieren Fettgewebe an den Gliedmaßen und am Rumpf, lagern es dafür aber an Hals, Gesicht und in den inneren Organen (viszeral) ein und entwickeln Stoffwechselprobleme. Die Forschenden untersuchten 8 Familien, entnahmen Fettbiopsien aus dem Bauchbereich und dem oberen Nacken und führten Bulk- sowie Einzelkern-RNA-Sequenzierung (Single-Nucleus-RNA-Sequenzierung) durch. Das Fettgewebe von Menschen mit FPLD2 zeigte eine verringerte Aktivität von Signalwegen des Fettsäurestoffwechsels, der Mitochondrien und der Translation sowie verstärkte Signaturen für Entzündung, Intermediärfilamente und Muskelgewebe. Ähnliche Veränderungen zeigten sich in einem neuen Mausmodell mit Tamoxifen-induzierbarem, adipozytenspezifischem Lmna-Knockout, in dem Adipozyten schrumpften und verschwanden, sowie in Lmna-defizienten Fibroblasten mit veränderter Chromatinzugänglichkeit. Die Arbeit legt nahe, dass Lamin A/C den Erhalt von Adipozyten unterstützt, indem es Genprogramme für Lipidstoffwechsel und Immunantwort reguliert, was auf mögliche therapeutische Angriffspunkte hindeutet. Die Kohorte ist klein, und die Ergebnisse sind überwiegend deskriptiv.