Longevity & AgingWelche Altersbiomarker sagen am besten voraus, wer früh stirbt? Eine 16-Jahres-Studie gibt Antworten
Wissenschaftler verfolgten 861 ältere Erwachsene über 16 Jahre, um zu vergleichen, wie gut verschiedene Alterungs-Biomarker den Tod vorhersagen. Proteomische Uhren, die das biologische Alter von Organen wie Leber, Immunsystem und Herz schätzen, waren bedeutsam mit dem Mortalitätsrisiko verknüpft. Der epigenetische Takt GrimAge2, Hirnvolumenmessungen, Atemfunktion und kognitive Testergebnisse schnitten jedoch gleich gut oder besser ab. Durch die Untersuchung von fast 10.000 Blutproteinen identifizierten die Forscher zudem 368 Proteine, die mit dem Mortalitätsrisiko zusammenhängen – wobei GDF15, WFDC2 und TIMP1 die stärksten Einzelsignale darstellten. Hochrisikoproteinen war eine Häufung rund um Immunfunktionsstörungen gemein, während schützende Proteine mit genomischer Stabilität in Verbindung standen. Die Studie bietet einen strengen Direktvergleich von Alterungsmessinstrumenten und trägt dazu bei zu klären, welche Biomarker in der Langlebigkeitsforschung und klinischen Praxis vorrangig berücksichtigt werden sollten.