Brain HealthWenn Wellness zum Problem wird: Die Psychologie hinter der Optimierungskultur
Ernährungswissenschaftlerin und Model Sarah Ann Macklin spricht mit Simon Hill über die psychologischen Belastungen, die die moderne Wellness-Kultur mit sich bringt. Gestützt auf ihr Buch „Healthy Shouldn't Be This Hard" argumentiert sie, dass der unaufhörliche Drang, jeden Gesundheitswert zu optimieren, nach hinten losgehen kann – und statt echtem Wohlbefinden Angst, Essstörungen und ein vermindertes Selbstwertgefühl erzeugt. Das Gespräch beleuchtet Forschungsergebnisse dazu, wie Denkweise und Wahrnehmung den Stoffwechsel beeinflussen, den Unterschied zwischen Selbstwertgefühl und Selbstmitgefühl sowie praktische Werkzeuge für eine gesündere innere Beziehung zu Essen und dem eigenen Körper. Zu den wichtigsten Konzepten zählen ein dreistufiger Mitgefühlsansatz für Ernährungsentscheidungen und der sogenannte „Freundesfilter" – die Frage, ob man mit einem Freund so sprechen würde, wie man mit sich selbst spricht. Die Episode fordert die Zuhörer auf, zwischen Disziplin und Selbstbestrafung zu unterscheiden und gesundheitliche Gewohnheiten nicht als Kontrollmaßnahmen, sondern als Akte der Fürsorge zu verstehen.