Longevity & AgingTau-Protein sabotiert Mitochondrien bei Alzheimer – und seine Blockierung hilft
Eine neue Studie der Stanford University zeigt, dass Tau – ein Protein, das bei der Alzheimer-Erkrankung eine zentrale Rolle spielt – Gehirnzellen schädigt, indem es die Mitochondrien stört, also die Energiefabriken im Inneren der Zellen. Tau zwingt Elektronen dazu, in einem Prozess namens reverser Elektronentransport rückwärts zu fließen, wodurch toxische reaktive Sauerstoffspezies, zellulärer Stress und Entzündungen entstehen. Als Forscher diesen Rückfluss in Fruchtfliegen und Mäusen blockierten, verbesserten sich Lern- und Gedächtnisleistung, und die Zellschäden nahmen ab. Menschliche im Labor gezüchtete Zellen sowie Hirngewebe von Patienten zeigten ebenfalls vielversprechende Anzeichen dafür, dass eine Blockierung dieses Mechanismus Neuronen schützen könnte. Zwei der Studienautoren haben ein Biotechnologieunternehmen gegründet, um Medikamente zu entwickeln, die auf diesen Signalweg abzielen – ein deutliches Zeichen für das kommerzielle Interesse an den Ergebnissen in der Praxis.