Brain HealthWissenschaftler identifizieren fünf Muster der Gehirnkonnektivität bei Depressionen
Eine Depression könnte mehrere unterschiedliche Muster der Hirnaktivität umfassen, statt eine einheitliche biologische Signatur aufzuweisen. Forschende der Universität Helsinki verglichen 263 Erwachsene mit schwerer depressiver Störung mit 75 gesunden Teilnehmenden und identifizierten fünf Gruppen auf Grundlage der Koordination der Aktivität zwischen verschiedenen Hirnregionen. Einige Gruppen wiesen stärkere Verbindungen auf, andere schwächere. Diese Unterschiede standen im Zusammenhang mit den Symptomen: Eine stark vernetzte Gruppe hatte ausgeprägtere Probleme mit Substanzmissbrauch, während eine andere Gruppe mit schwächeren Verbindungen stärker ausgeprägte Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung zeigte. Stärkere Verbindungen bedeuteten nicht zwangsläufig eine gesündere Hirnfunktion. Die Ergebnisse könnten helfen, widersprüchliche Befunde früherer Depressionsstudien zu erklären, und langfristig zu einer personalisierten Behandlung beitragen. Der vorliegende Artikel ist jedoch unvollständig und belegt nicht, dass sich diese Profile zur Diagnose einer Depression eignen oder die Wahl der Behandlung verbessern können. Patientinnen und Patienten sollten ihre Behandlung nicht allein aufgrund dieser Ergebnisse ändern.