HormonesOsteoporose ist eine Vielzahl von Erkrankungen – und die Behandlung sollte dem jeweiligen Subtyp entsprechen
Osteoporose ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Sammlung sich überschneidender Syndrome mit unterschiedlichen zugrundeliegenden Ursachen – postmenopausaler Östrogenverlust, altersbedingter Knochenabbau, Essstörungen und Gewichtsverlust durch GLP-1-Medikamente greifen den Knochen jeweils über verschiedene Mechanismen an. Diese Übersichtsarbeit fasst neue mechanistische Erkenntnisse zusammen, darunter die bislang unterschätzte Rolle des Knochenmarkfetts (BMAT) bei der Gestaltung des Knochenmarkmilieus, die Skelettrisiken verschiedener Formen des Gewichtsverlusts sowie die bidirektionalen Wirkungen des Parathormons in Abhängigkeit von seiner Verabreichungsweise. Sport schützt den Knochen durch mechanische Belastung, Myokine, Autophagie und epigenetische Veränderungen, wobei der Nutzen je nach Sportart variiert. Die Autoren argumentieren, dass PTH-Analoga, Sklerostin-Antikörper und gezielte Sportempfehlungen auf den jeweiligen Osteoporose-Subtyp des Patienten abgestimmt werden sollten, anstatt sie einheitlich anzuwenden.