Longevity & AgingNeun Tumorberichte werfen Sicherheitsfragen zur Gentherapie Zolgensma auf
Tumorberichte nach der Zolgensma-Gentherapie werfen Fragen zur langfristigen Sicherheit der Behandlung auf. Novartis gibt an, neun Berichte über Tumoren bei Kindern erhalten zu haben, die zuvor wegen einer spinalen Muskelatrophie behandelt wurden – einer genetischen Erkrankung, die die Nervenzellen schädigt, welche die Bewegung steuern. In zwei Fällen gab es Hinweise darauf, dass die durch die Therapie eingebrachte DNA in die eigene DNA der Patienten eingebaut worden war. Dieser Befund verdient eine genaue Untersuchung, belegt für sich genommen aber nicht, dass die Behandlung Krebs verursacht hat. Beide Patienten wurden behandelt und stehen weiterhin unter Beobachtung. Die Produktinformation des Arzneimittels weist bereits auf ein theoretisches Tumorrisiko durch diese Art des DNA-Einbaus hin. Entscheidende Details fehlen weiterhin, darunter die Tumorarten, der zeitliche Verlauf und die Gesamtzahl der behandelten Patienten. Familien sollten die sich weiterentwickelnden Sicherheitshinweise mit ihren Fachärzten besprechen, statt allein aus der Zahl der Berichte auf ein Krebsrisiko zu schließen.