Brain HealthWie der REST-Transkriptionsfaktor alternde Neuronen vor Degeneration schützt
REST (RE1-silencing Transcription Factor) ist ein epigenetischer Hauptregulator, der kontrolliert, welche Gene in Neuronen ein- oder ausgeschaltet werden. Ursprünglich bekannt für die Stummschaltung neuronaler Gene in nicht-neuronalen Zellen, spielt REST eine weit umfassendere Rolle – er prägt, wie Neuronen sich entwickeln, reifen und überleben, während das Gehirn altert. In alternden Neuronen hilft nukleäres REST dabei, stressreaktionsgene zu regulieren, die die Zellen widerstandsfähig halten. Wenn die REST-Aktivität gestört oder fehllokaliert ist, können die Folgen schwerwiegend sein: Eine veränderte REST-Funktion wurde mit der Alzheimer- und der Huntington-Krankheit in Verbindung gebracht. REST interagiert auch mit MicroRNAs wie miR-9 und miR-124, mit metabolischen Signalen, die das NAD+/NADH-Verhältnis betreffen, sowie potenziell mit Umweltfaktoren wie körperlicher Bewegung. Dieser Übersichtsartikel fasst die aktuellen Erkenntnisse zusammen und identifiziert wichtige Wissenslücken, die künftige Forschung adressieren muss.