Nutrition & DietVerzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel lindert Depression deutlich – Ergebnisse einer kleinen Studie
Eine kleine, aber sorgfältig konzipierte Studie der UC San Francisco, veröffentlicht in JAMA Psychiatry, ergab, dass Menschen mit Depressionen, die ihren Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln um mehr als 85 % reduzierten, moderate bis deutliche Verbesserungen bei drei Depressionsmessgrößen zeigten – bei gleichzeitig leichter Reduktion von Angstsymptomen. Die 20 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren, die alle mindestens eine Stoffwechselerkrankung aufwiesen, folgten entweder ihrer üblichen Ernährung oder einer Ernährung mit wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln über vier Wochen, bevor sie wechselten. Die Forscher sehen in der Darm-Hirn-Achse einen zentralen Wirkmechanismus: Stark verarbeitete Lebensmittel können die Darmschleimhaut schädigen und dadurch eine chronische niedriggradige Entzündung auslösen, die Depressionen verschlimmert oder begünstigt. Obwohl es sich um vorläufige Ergebnisse handelt, unterstützen sie eine geplante größere Phase-2-Studie für 2028 und reihen sich in die wachsende Evidenz ein, dass Ernährungsqualität die psychische und Stoffwechselgesundheit direkt beeinflusst.