Metabolic HealthCKM-Syndrom: Ein einheitlicher Rahmen für die Behandlung von Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen
Das kardiovaskulär-renal-metabolische (CKM) Syndrom beschreibt die eng miteinander verknüpfte Progression von metabolischer Dysfunktion – Adipositas, Insulinresistenz – über Nierenschäden bis hin zur kardiovaskulären Erkrankung. Dieser Review der Universitätsklinik RWTH Aachen stellt ein Fünf-Stadien-Modell vor, das von der American Heart Association empfohlen wird, erläutert, wie Albuminurie und viszerales Fett unabhängig voneinander Organschäden verursachen, und gibt einen Überblick über das wachsende Therapiearsenal: SGLT2-Inhibitoren, GLP-1-Rezeptoragonisten und nicht-steroidale Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten. Die Autoren weisen zudem auf die zunehmende Bedeutung der metabolisch assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) als viertes Organsystem hin und schlagen einen kardiovaskulär-renal-hepatisch-metabolischen Rahmen vor. Hindernisse bei der praktischen Umsetzung – fragmentierte Versorgungsstrukturen, mangelndes Bewusstsein und sozioökonomische Ungleichheiten – werden ebenso beleuchtet wie Chancen durch KI-gestützte Risikovorhersage und multimodale Bildgebung.