Cancer ResearchKatzenkrebsgenetik spiegelt menschliche Tumoren wider und könnte neue Behandlungen erschließen
Wissenschaftler haben die bislang größte genetische Analyse von Katzenkrebserkrankungen durchgeführt und dabei Tumore von knapp 500 Hauskatzen aus fünf Ländern untersucht. Die in *Science* veröffentlichte Studie ergab, dass viele der krebstreibenden Genmutationen, die beim Menschen beobachtet werden, auch in felinen Tumoren auftreten. Ein eindrucksvolles Beispiel: Mehr als 50 % der aggressiven Mammatumore bei Katzen wiesen Mutationen im *FBXW7*-Gen auf – ein Gen, dessen Störung beim menschlichen Brustkrebs mit schlechteren Krankheitsverläufen verbunden ist. Da Katzen die Lebensumgebung ihrer Besitzer teilen – einschließlich der Exposition gegenüber Haushaltschemikalien, Rauch und Luftschadstoffen – bieten sie ein einzigartiges natürliches Modell, um zu untersuchen, wie Genetik und Umwelt gemeinsam zur Krebsentstehung beitragen. Die aus dieser Arbeit hervorgegangene, frei zugängliche genetische Datenbank könnte die Medikamentenentwicklung und Strategien zur Präzisionsbehandlung sowohl für Katzen als auch für Menschen beschleunigen.