Heart HealthPressemitteilung

Zwei Drinks pro Tag bedeuten ein Lebenszeitrisiko von 1 zu 25, an den Folgen von Alkohol zu sterben

Eine im Auftrag der Bundesregierung erstellte Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass zwei alkoholische Getränke pro Tag mit einem Lebenszeitrisiko von 1 zu 25 für einen alkoholbedingten Tod verbunden sind – bei insgesamt keinem signifikanten gesundheitlichen Nutzen.

Mittwoch, 28. Oktober 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in ScienceDaily Heart
Article visualization: Two drinks a day carry a 1-in-25 lifetime risk of alcohol-related death

Zusammenfassung

Alkohol und Langlebigkeit: Eine neue Studie im Journal of Studies on Alcohol and Drugs legt nahe, dass das, was viele Menschen als moderaten Alkoholkonsum bezeichnen, riskanter ist als bisher angenommen. Die Alcohol Intake and Health Study, die von der US-Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, um die Ernährungsempfehlungen zu untermauern, schätzte, dass Menschen, die im Durchschnitt 14 Getränke pro Woche oder zwei pro Tag trinken, ein Lebenszeitrisiko von 1 zu 25 haben, an alkoholbedingten Ursachen zu sterben. Der Konsum von bis zu sieben Getränken pro Woche war bei den meisten Erkrankungen nur mit geringen Risikoerhöhungen verbunden. Die Forschenden werteten mehr als 7.200 Publikationen zu alkoholbedingten Erkrankungen und Verletzungen aus und kombinierten diese Schätzungen anschließend in statistischen Modellen mit nationalen Gesundheitsdaten. Sie fanden keinen signifikanten gesundheitlichen Gesamtnutzen durch moderaten Alkoholkonsum, und das Risiko stieg mit zunehmendem Konsum. Zu den Schäden zählten Krebserkrankungen wie Speiseröhren-, Mund- und Brustkrebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen und Verletzungen. Die Autoren weisen darauf hin, dass die neuen US-amerikanischen Ernährungsrichtlinien lediglich dazu raten, Alkohol zu begrenzen, ohne einen numerischen Grenzwert zu nennen.

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Detaillierte Zusammenfassung

Viele gesundheitsbewusste Erwachsene gehen davon aus, dass ein oder zwei Drinks pro Tag unbedenklich oder sogar schützend sind. Diese Annahme ist für die Langlebigkeit relevant, denn Alkohol beeinflusst mehrere der wichtigsten Ursachen für frühen Tod: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen und Verletzungen. Eine neue Analyse versucht, diese Risiken zu beziffern.

Die Alcohol Intake and Health Study, veröffentlicht im Journal of Studies on Alcohol and Drugs, wurde von der US-Bundesregierung in Auftrag gegeben, um die nationalen Ernährungsempfehlungen mitzugestalten. Die Forschenden schätzten, dass Menschen, die im Durchschnitt 14 Drinks pro Woche konsumieren, also zwei pro Tag, ein Lebenszeitrisiko von 1 zu 25 haben, an alkoholbedingten Ursachen zu sterben. Dagegen war ein Konsum von bis zu sieben Drinks pro Woche bei den meisten Erkrankungen nur mit geringen Risikoerhöhungen verbunden. Das Risiko stieg mit zunehmendem Konsum stetig an.

Um zu diesen Zahlen zu gelangen, wertete das Team mehr als 7.200 wissenschaftliche Publikationen zu alkoholbedingten Erkrankungen und Verletzungen aus. Anhand dieser Evidenz schätzten die Forschenden krankheitsspezifische Risiken und kombinierten diese Schätzungen anschließend mit großen nationalen Gesundheitsdatensätzen. Statistische Modelle übersetzten unterschiedliche Konsummengen in Lebenszeitwahrscheinlichkeiten für schwere Erkrankungen oder vorzeitigen Tod. Zu den untersuchten Outcomes zählten Speiseröhren-, Mundhöhlen- und Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen und Verletzungen. Die Autoren fanden keinen signifikanten gesundheitlichen Gesamtnutzen von Alkohol und stellen damit die Vorstellung infrage, dass moderates Trinken schützend wirkt.

Die Studie adressiert außerdem eine politische Lücke. Die aktualisierten US-Ernährungsrichtlinien raten dazu, alkoholische Getränke einzuschränken, nennen aber keinen Grenzwert. Frühere Versionen setzten Grenzen von zwei Drinks pro Tag für Männer und einem für Frauen. Die Autoren argumentieren, dass ein quantitativer Rahmen den Menschen hilft, ihr eigenes Risiko einzuschätzen.

Für die Leserinnen und Leser lautet die praktische Botschaft: Weniger ist besser, und zwei Drinks pro Tag sind kein geringes Risiko. Eine Reduktion auf sieben oder weniger Drinks pro Woche ist mit deutlich geringeren Risikoerhöhungen verbunden. Einschränkungen: Es handelt sich um modellierte Schätzungen, die auf Beobachtungsevidenz und Bevölkerungsdaten beruhen, nicht um eine Studie mit Intervention. Das individuelle Risiko hängt von Genetik, Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Trinkmustern ab; die Zahlen sind daher Durchschnittswerte und keine persönlichen Prognosen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Averaging 14 drinks weekly (two a day) was linked to a 1 in 25 lifetime risk of alcohol-related death.
  • Up to seven drinks per week was associated with only small risk increases for most conditions.
  • The study found no significant overall health benefits from alcohol, and risk rose as consumption increased.
  • The analysis covered cancers, cardiovascular disease, liver disease and injuries, drawing on more than 7,200 publications.
  • The new U.S. Dietary Guidelines say only to limit alcohol, with no numeric threshold.

Methodik

Dies ist eine Nachrichtenzusammenfassung einer Modellierungsstudie, die im Journal of Studies on Alcohol and Drugs erschienen ist, das an der Rutgers University herausgegeben wird. Die Studie kombinierte eine Auswertung von mehr als 7.200 Publikationen mit nationalen Gesundheitsdatensätzen und statistischen Modellen. Die Evidenz stammt aus Beobachtungsdaten und Modellierungen, nicht aus randomisierten Studien.

Studienlimitierungen

Der Artikel ist eine gekürzte Pressezusammenfassung, daher fehlen Angaben zu Konfidenzintervallen, zu Unterschieden nach Alter und Geschlecht sowie zu Risiken für einzelne Erkrankungen. Modellierte Lebenszeitrisiken sind Durchschnittswerte für die Bevölkerung und keine individuellen Vorhersagen; sie beruhen auf Beobachtungsdaten, die durch Störfaktoren (Confounding) verzerrt sein können. Methodik, Annahmen und Unsicherheitsbereiche sind der Originalarbeit zu entnehmen.

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