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Hochdosiertes Kreatin im großen Phase-3-Trial gegen das Fortschreiten der Huntington-Krankheit getestet

Die CREST-E-Studie untersuchte, ob bis zu 40 g/Tag Kreatin den funktionellen Abbau bei früher Huntington-Krankheit bei 650 Teilnehmern weltweit verlangsamen kann.

Donnerstag, 6. August 2026 3 Aufrufe
Veröffentlicht in ClinicalTrials.gov
White creatine monohydrate powder in a measuring scoop beside supplement capsules on a laboratory bench with a neurology brain scan image in the background

Zusammenfassung

Huntington-Krankheit ist ein verheerendes, fortschreitendes neurologisches Leiden, für das es keine nachgewiesenen Behandlungen gibt, die den Krankheitsverlauf verlangsamen. Die CREST-E-Studie war eine große Phase-3-Studie, die klären sollte, ob hochdosiertes Kreatin-Monohydrat – bis zu 40 Gramm pro Tag – den funktionellen Verfall bei Menschen mit frühen HD-Symptomen verlangsamen kann. Kreatin ist als Nahrungsergänzungsmittel, das den zellulären Energiestoffwechsel unterstützt, weithin bekannt und damit ein naheliegender Kandidat für eine Erkrankung, bei der es zu einem Energieversagen der Neuronen kommt. Die Studie schloss bis zu 650 Teilnehmer im Alter ab 18 Jahren an bis zu 50 Forschungszentren weltweit ein und verglich Kreatin über einen längeren Zeitraum mit einem Placebo. Biologische Marker der Krankheitsaktivität und des Krankheitsverlaufs wurden ebenfalls erfasst. Die Studie wurde letztlich vor ihrer Fertigstellung abgebrochen, sodass die zentralen Fragen zum krankheitsmodifizierenden Potenzial von Kreatin bei HD unbeantwortet blieben.

Detaillierte Zusammenfassung

Morbus Huntington ist eine tödliche, erblich bedingte neurodegenerative Erkrankung, die durch einen fortschreitenden motorischen, kognitiven und psychiatrischen Verfall gekennzeichnet ist. Trotz ihrer Schwere gibt es keine Therapien, die nachweislich das Fortschreiten der Krankheit nennenswert verlangsamen – lediglich bescheidene symptomatische Behandlungen stehen zur Verfügung. Dieser ungedeckte medizinische Bedarf war der Anlass für CREST-E, eine der größten randomisierten Studien, die je zur Prüfung einer neuroprotektiven Strategie bei Morbus Huntington konzipiert wurde.

Die Rationale für Kreatin basiert auf dem Energiestoffwechsel. Morbus Huntington geht mit mitochondrialer Dysfunktion und beeinträchtigter zellulärer Energieproduktion in Neuronen einher, und Kreatinmonohydrat wirkt als Phosphatpuffer, der die ATP-Regeneration unterstützt. Frühere Phase-2-Daten und präklinische Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass hochdosiertes Kreatin diesem Energiedefizit entgegenwirken und Biomarker für oxidativen Stress sowie neuronale Schäden reduzieren könnte – dies bildete die wissenschaftliche Grundlage für diese Phase-3-Untersuchung.

CREST-E schloss bis zu 650 Teilnehmer im Alter von 18 Jahren oder älter mit frühen klinischen Merkmalen von Morbus Huntington in bis zu 50 internationalen Zentren ein. Die Teilnehmer wurden randomisiert und erhielten entweder bis zu 40 g Kreatin täglich oder ein entsprechendes Placebo, wobei der primäre Endpunkt die Rate des funktionellen Verfalls war. Sekundäre Endpunkte umfassten eine Reihe biologischer Marker der Krankheitsaktivität und der metabolischen Wirkungen von Kreatin sowie die langfristige Sicherheit und Verträglichkeit dieser ungewöhnlich hohen Dosen.

Die Studie wurde vor Erreichen des vorab festgelegten Endpunkts abgebrochen, was bedeutet, dass aus dieser Studie keine endgültige Schlussfolgerung zur krankheitsmodifizierenden Wirksamkeit von Kreatin bei Morbus Huntington gezogen werden kann. Der Abbruch könnte auf Futility-Befunde bei einer Zwischenanalyse, Sicherheitssignale oder logistische und finanzielle Probleme zurückzuführen sein – der spezifische Grund wird im verfügbaren Abstract nicht genannt.

Für Kliniker und Forscher, die sich für Neuroprotektion und energiebasierte Interventionen interessieren, ist der Studienabbruch bemerkenswert. Er schließt eine Rolle von Kreatin bei neurodegenerativen Erkrankungen im Allgemeinen nicht aus, unterstreicht jedoch die Schwierigkeit, vielversprechende mechanistische Hypothesen in einen bestätigten klinischen Nutzen bei progressiven neurodegenerativen Erkrankungen zu übersetzen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Phase 3 trial tested up to 40g/day creatine vs. placebo to slow functional decline in early Huntington's disease.
  • Trial enrolled up to 650 HD patients across 50 global sites, one of the largest HD neuroprotection studies attempted.
  • Biological markers of disease activity and creatine's metabolic effects were tracked as secondary endpoints.
  • The trial was terminated before completion, leaving efficacy questions unresolved.
  • No disease-modifying therapy for HD has yet been confirmed in Phase 3 trials.

Methodik

CREST-E war eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-3-Studie, in der bis zu 650 Teilnehmer ab 18 Jahren mit frühen HD-Symptomen an bis zu 50 internationalen Zentren eingeschlossen wurden. Die Teilnehmer erhielten täglich bis zu 40 Gramm Creatin-Monohydrat oder Placebo, wobei der langfristige funktionelle Rückgang als primärer Endpunkt diente. Die Studie wurde vor Abschluss abgebrochen; die Gründe für den Abbruch werden in der verfügbaren Zusammenfassung nicht näher erläutert.

Studienlimitierungen

Die Studie wurde vor Abschluss abgebrochen, sodass keine primären Wirksamkeitsschlussfolgerungen gezogen werden können und die Veröffentlichung vollständiger Ergebnisse möglicherweise eingeschränkt ist. Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract und der ClinicalTrials.gov-Registrierung – das vollständige Protokoll, Zwischenanalysen und die Gründe für den Abbruch sind nicht verfügbar. Das Fehlen einer offengelegten Abbruchbegründung schränkt die Interpretation dessen ein, was diese Studie über das Potenzial von Kreatin bei neurodegenerativen Erkrankungen aussagt.

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