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Gerophysik etabliert sich als neues Forschungsfeld an der Schnittstelle von Physik und Alterswissenschaft

160 Forscher begründeten auf der Global Conference on Gerophysics 2025 eine neue Disziplin, mit dem Ziel, physikalische Gesetze auf Alterung und Langlebigkeit anzuwenden.

Freitag, 18. September 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in Aging (Albany NY)
Diverse scientists gathered around a glowing 3D model of a DNA helix overlaid with physics equations in a sleek Singapore conference hall

Zusammenfassung

Die im März 2025 in Singapur abgehaltene erste Global Conference on Gerophysics brachte 160 Forscher aus den Bereichen Physik, Biologie, Informatik und Medizin zusammen, um ein neues Fachgebiet zu formalisieren, das quantitative und physikalische Prinzipien auf die Alternsforschung anwendet. Mit 31 Referenten über zwei Tage hinweg untersuchte die Veranstaltung, wie physikalische Gesetze das biologische Altern über Spezies und Entwicklungsstadien hinweg bestimmen. Die Konferenz endete mit vier Konsensprioritäten: der Einrichtung gemeinsamer multimodaler Datensätze, der Entwicklung physikbasierter Definitionen für Altern, Verjüngung und gesunde Lebensspanne, dem Aufbau prädiktiver Modelle für Interventionen sowie der Stärkung der translationalen Verbindungen zwischen Tier- und Humanforschung. Dieses Rahmenwerk zielt darauf ab, die Alternsforschung rigoroser, vorhersagekräftiger und handlungsorientierter zu gestalten.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Alterungsforschung war lange Zeit auf verschiedene Disziplinen verteilt, was den Aufbau einheitlicher, prädiktiver Rahmenbedingungen erschwerte. Das aufkommende Feld der Gerophysik schlägt vor, diese Lücke zu schließen, indem es die quantitative Strenge der Physik auf das biologische Altern anwendet und damit einen Weg zu testbaren Modellen und umsetzbaren Interventionen bietet.

Die erste Global Conference on Gerophysics fand am 5.–6. März 2025 in Singapur statt und brachte 160 Forscher aus den Bereichen Physik, Biologie, Informatik und Medizin zusammen. Einunddreißig Referenten präsentierten Arbeiten zu biologischen Alterungsmechanismen, artenübergreifenden Vergleichen, entwicklungsbedingten Einflüssen auf die Langlebigkeit und neuartigen datengesteuerten Methoden. Die Veranstaltung wurde von führenden Institutionen organisiert, darunter die National University of Singapore, das Weizmann Institute und mehrere prominente langlebigkeitsorientierte Forschungsgruppen.

Ein zentrales Thema war die Vereinheitlichung von Theorie und Experiment. In den Sitzungen wurde betont, wie physikalische Gesetze und quantitative Prinzipien verschiedene biologische Prozesse mit beobachtbaren Langlebigkeitsmustern verknüpfen können, womit die rein beschreibende Biologie zugunsten einer mechanistischen und prädiktiven Wissenschaft überwunden werden soll. Innovative computergestützte und datengetriebene Werkzeuge wurden als unverzichtbar für die Skalierung dieses Ansatzes hervorgehoben.

Die Konferenz endete mit vier Konsensprioritäten: (1) Entwicklung gemeinsamer multimodaler Datensätze, die für alle Forschungsgruppen zugänglich sind; (2) Etablierung physikalisch fundierter Definitionen für Schlüsselkonzepte wie Altern, Verjüngung und gesunde Lebensspanne; (3) Erstellung von Modellen, die Ergebnisse von Alterungsinterventionen vorhersagen können; und (4) Aufbau stärkerer translationaler Rahmenbedingungen, die Erkenntnisse aus nicht-menschlichen Modellorganismen mit der menschlichen Biologie verbinden.

Diese Prioritäten stellen einen praktischen Fahrplan für das Fachgebiet dar. Da dieses Papier jedoch eine Konferenz zusammenfasst und keine originären experimentellen Daten präsentiert, bleiben die Vorschläge derzeit noch aspirativ. Der Erfolg der Gerophysik wird davon abhängen, ob die Forschungsgemeinschaft die skizzierten Konsensziele erreichen kann und ob physikalisch basierte Modelle in komplexen biologischen Systemen hinreichend prädiktiv sind.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 160 researchers across physics, biology, and medicine formally launched the field of Gerophysics in March 2025.
  • Conference reached consensus on four priorities: shared datasets, physics-based definitions, predictive models, and cross-species translation.
  • Physics-based definitions for aging, rejuvenation, and healthspan were identified as a critical unmet need in the field.
  • Data-driven and computational methods were highlighted as central tools for advancing quantitative aging science.
  • Bridging theory and experiment was identified as the core challenge for making aging research more predictive.

Methodik

Dieses Dokument ist eine Zusammenfassung von Konferenzbeiträgen und kein originales Forschungspaper. Es fasst Diskussionen und Konsenserklärungen der inaugural Global Conference on Gerophysics zusammen, die im März 2025 in Singapur stattfand und an der 160 Teilnehmer und 31 Referenten beteiligt waren. Es werden keine primären experimentellen Daten präsentiert.

Studienlimitierungen

Dieses Paper fasst eine Konferenz zusammen und präsentiert keine originären experimentellen Befunde, was die Möglichkeit einschränkt, spezifische Aussagen empirisch zu bewerten. Die vereinbarten Prioritäten bleiben vorerst Zielvorstellungen und hängen für ihre Umsetzung von einer künftigen Koordination der Fachgemeinschaft ab. Der ausschließliche Zugang zum Abstract bedeutet, dass differenzierte Argumentationen und konferenzspezifische Beiträge einzelner Referenten nicht vollständig bewertet werden konnten.

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